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Katzen

Zeitaufwand

Haltungsabhängig (Wohnungskatze mehr als Freigänger, Einzeltier mehr als Paar/Gruppe) mind. 1,5 - 3 Stunden für Füttern, Pflege, Spiel und soziale Interaktion.

Kosten

Ca. € 750–1.500 pro Jahr und Tier. Dazu können hohe Tierarztkosten, besonders bei chronischen Erkrankungen, anfallen.

Lebenserwartung

12–18 Jahre, manche Katzen können auch älter als 20 Jahre werden.

Platzbedarf

Katzen brauchen ausreichend Rückzugsorte, erhöhte Liegeflächen und tägliche Beschäftigung.

Katzen sind intelligente Heimtiere mit ausgeprägtem Spiel- und Jagdverhalten. Sie benötigen Rückzugsmöglichkeiten, tägliche Beschäftigung und artgerechtes Futter. Wohnungskatzen brauchen zusätzliche Umweltanreicherung (Klettern, Kratzen, Spiel). Je nach Charakter der Katze(n) ist eine Einzel-, Paar- oder Kleingruppenhaltung möglich.

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Factsheet

Alle Informationen auf einen Blick zum Ausdrucken

Vor der Anschaffung: Die wichtigsten Fragen

Bin ich bereit, eine oder mehrere Katzen über viele Jahre zu halten?

Katzen werden oft 15 Jahre und älter. Du solltest auch bei Veränderungen wie Jobwechsel, Umzug oder Familiengründung dauerhaft für sie da sein können.

Passt Einzelhaltung oder Paarhaltung besser zu meiner Wohnsituation?

Katzen können allein gehalten werden, profitieren aber von einem passenden Sozialpartner – besonders in Wohnungshaltung. Entscheidend sind Charakter, Alter, Geschlecht und ausreichend Platz mit getrennten Katzentoiletten, Rückzugs- und Ruhebereichen.

Kann ich mich täglich zuverlässig um Katzen kümmern?

Katzen brauchen täglich Futter, saubere Katzentoiletten, frisches Wasser und Beschäftigung. In Mehrkatzenhaushalten ist es wichtig, jede Katze individuell zu beobachten um Konflikte früh zu erkennen.

Habe ich Lösungen, für den Fall, dass ich die Betreuung zeitweise nicht übernehmen kann?

Katzen können einige Stunden allein bleiben. Eine zuverlässige Betreuung, muss auch gesichert sein, wenn du weg oder krank bist.

Kosten

Anschaffung
Ca. € 100–200 bei Übernahme aus dem Tierheim.
Tiere von seriösen Züchter*innen (Rassekatzen) können deutlich teurer sein ca. € 700–3200.
Zusätzlich musst du mit Kosten für die Erstausstattung ab € 500 rechnen (Kratzbäume, Katzentoiletten, Futter- und Wassernäpfe, Transportbox, Fenster- und Balkonsicherung)
Laufende Kosten
Ca. € 60–120 monatlich pro Katze (Futter, Streu, ggf. Versicherung).
Behandlungen bei Tierärzt*innen, Parasitenprophylaxe und Impfungen verursachen zusätzliche Kosten.
Bei mehreren Katzen erhöhen sich die Kosten entsprechend.

Haltung

Gruppengröße

Aus Tierschutzsicht wird Paar- oder Mehrkatzenhaltung empfohlen, sofern die Katzen untereinander verträglich sind und ausreichend Platz sowie Rückzugsmöglichkeiten haben. Je nach Charakter der Katze ist eine Einzelhaltung möglich, verlangt aber mehr Zeit für die individuelle Betreuung.

Ausstattung

Katzen benötigen Rückzugsmöglichkeiten, tägliche Beschäftigung und artgerechtes Futter.

Wohnungskatzen brauchen zusätzlich ein gut strukturiertes und reichhaltiges Umfeld.

Zudem braucht jeder Katzenhaushalt folgende Ausstattung:

  • Katzentoiletten in ausreichender Anzahl
  • Kratzbäume oder Kratzflächen (bei mehreren Katzen mehrere Standorte)
  • Futter- und Wassernäpfe mehrfach verteilt
  • Spielzeug zur Beschäftigung
  • Transportbox(en) in ausreichender Größe
  • Rückzugsplätze, auch erhöht
  • Katzengras
  • Fenster- und Balkonsicherung

Platz & Umgebung

  • Wohnungshaltung: ungestörte Rückzugsorte, erhöhte Liegeflächen, Kratzmöglichkeiten, Katzengras und tägliche Beschäftigung sind Pflicht. Die Kastration bei Wohnungskatzen wird empfohlen, da intakte Kater markieren und Kätzinnen dauerrollig werden können.
  • Katzentoiletten: Faustregel: Anzahl Katzen + 1; täglich reinigen, räumlich verteilt aufstellen.
  • Ressourcen: Mehrere Futter- und Wasserstellen sowie Ruheplätze verhindern Stress in Mehrkatzenhaushalten.
  • Fenster/Balkone: Müssen gegen Abstürze gesichert werden (Netz, Gitter). Auch gekippte Fenster müssen gesichert werden (zusätzlich ein Keil gegen das Abrutschen in den Fensterspalt)!
  • Freigang: Nur in sicherer Umgebung - man sollte bedenken, dass die Freigängerkatzen dem Straßenverkehr, sowie anderen Tieren (z.B. Hunde, Wildtiere, Katzen) ausgesetzt sind. Kastration, ist bei Freigängerkatzen gesetzlich vorgeschrieben.

Ernährung

Ausgewogenes, katzengerechtes Nass- und/oder Trockenfutter in angepasster Menge. Bei mehreren Katzen ist auf individuelle Futteraufnahme zu achten. Stets frisches Wasser, idealerweise mehrere Trinkstellen in der Wohnung.

Betreuungsaufwand

  • Tägliche Versorgung mit Futter, Wasser und sauberen Toiletten
  • Spiel und Beschäftigung – einzeln und gemeinsam
  • Regelmäßige Gesundheitskontrolle jeder Katze
  • Besuche bei Tierärzt*innen, Parasitenprophylaxe und Impfungen
  • Beobachtung des Sozialverhaltens (z.B. Streit) bei mehreren Katzen

Beschäftigung & Umweltanreicherung

Katzen brauchen geistige und körperliche Stimulation – besonders, wenn sie ausschließlich in der Wohnung leben.

  • Erhöhte Bereiche: Regale, Kratzbäume, Fensterplätze.
  • Jagdspiele: Spielangeln, Bälle, Federwedel.
  • Umweltwechsel: Kartons, Deckenhöhlen, wechselnde Spielzonen.
  • Futterspiele: Intelligenzspielzeug oder Suchspiele, um natürliche Jagdsequenzen zu fördern.

Tierschutz

  • Freigängerkatzen müssen kastriert werden.
  • Chippen + Registrierung sind aus Tierschutzsicht sehr wichtig.
  • Fenster und Balkone müssen wegen Absturzgefahr zuverlässig gesichert sein.